Rampenlicht als Herausforderung
Sichtbar zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, als Person im Rampenlicht zu stehen. Für viele
kann dies
unangenehm sein. Sichtbarkeit ihrer Expertise kann jedoch auf vielen Wegen entstehen, ohne dass
die eigene
Person im Vordergrund steht. Eine gezielte Präsentation von Forschung und Lehre kann die eigene
Expertise in
den Vordergrund rücken und die Außenwirkung der eigenen Person zurücknehmen.
Themenzentrierte Sichtbarkeit
Statt der eigenen Person können auch Forschungsergebnisse und Themen Fokus der Sichtbarkeit
sein. Ein
wissenschaftlicher Blog, bei dem die Forschung im Vordergrund steht, ist ein gutes Beispiel
hierfür.
Die Blogbeiträge können sich auf die Wirkung der Forschung oder die Relevanz des Fachgebiets
konzentrieren.
Lorbeeren fürs ganze Team
Wissenschaftler:innen, die den Forschungsbeitrag des gesamten Teams oder weiterer Partner:innen
hervorheben,
lenken die Aufmerksamkeit von der eigenen Person auf die kollektive Leistung. So wird Ihre
Expertise sichtbar,
ohne dass einzelne Personen stark im Mittelpunkt stehen.
Fakten statt Meinungen betonen
Viele Professorinnen befürchten, dass Sichtbarkeit von Forschung zu einer Verflachung von deren
Inhalten führt.
Doch klare Fakten und eine fundierte Darstellung der eigenen wissenschaftlichen Expertise
sprechen für sich.
Wenn Wissen im Vordergrund steht und nicht die eigene Meinung, entsteht eine authentische,
glaubwürdige Präsenz.
Sichtbarkeit in allen Bereichen
Sichtbarkeit bedeutet nicht nur Anerkennung in der Wissenschaft. Sie kann auch die Wahrnehmung
in anderen
Bereichen stärken – sei es im Kollegium, bei Studierenden oder bei Industriepartner:innen.
Sichtbar zu sein,
schafft Verbindungen und stärkt langfristig das Netzwerk der Professorinnen.
Lehre als Chance für Sichtbarkeit
In der Lehre haben Professor:innen eine direkte Verbindung zu zukünftigen Fachkräften.
Sichtbarkeit bei
Studierenden fördert den Austausch. Und die Studierenden können später wichtige
Netzwerkpartner:innen in
der Industrie oder in anderen Organisationen sein.
Ämter für mehr Sichtbarkeit
Ämter innerhalb der Hochschule bieten eine gute Möglichkeit, Sichtbarkeit zu erlangen, ohne
persönlich im
Rampenlicht zu stehen. Durch das Engagement in der Selbstverwaltung lassen sich
Forschungsschwerpunkte
stärken und eigene Themen voranbringen – und das alles im Rahmen institutioneller Strukturen.
Erfolge kommunizieren
Über neue Erkenntnisse der eigenen Forschung zu sprechen ist keine Angeberei, sondern ein Teil
des wissenschaftlichen Diskurses.
Wenn die Darstellung auf Fakten beruht, schafft dies Respekt und Anerkennung. Diese Form der
Sichtbarkeit
hat nichts mit Selbstvermarktung zu tun, sondern zeigt lediglich ihre Kompetenz und Engagement –
und gehört damit zwangsläufig zur Wissensvermittlung dazu.